Initiativ

Returnity: Zirkuläres Abfallmanagement

Der Pappbecher, der an der Kaffeemaschine oder am Wasserkühler im Mülleimer verschwindet. Es ist ein typisches Bild für jedes durchschnittliche Büro. Darüber hinaus ist es aber auch ein Bild, das für unser größtes Müllproblem steht. Denn der Abfall, der in den Büros entsteht, ist ein großes Problem für unsere Umwelt. Vebego ist überzeugt, dass es auch andere Wege gibt: mit einem zirkulären Abfallmanagement.

Zirkularität ist ein wirtschaftliches System, bei dem gebrauchte Produkte und Rohstoffe ohne Wertverlust weiter rotieren. Es ist die nachhaltige Antwort auf die derzeit linear konzipierte Wirtschaft, bei der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus als ´wertlos´ gelten. Wenn viele nachhaltig involvierte Organisationen ihre „zirkularen Kräfte“ bündeln, sind die Vorteile für unseren Planeten groß.

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Kaffeetassen zum Ausleihen

Mit Returnity haben wir einen zirkulären Ansatz für das Management von Abfällen gefunden. Anstatt den Pappbecher wegzuwerfen, wird er als Rohstoff für neue Produkte verwendet. Auf diese Weise verlieren Produkte nicht an Wert. Das ist wahre Zirkularität. Die Idee ist einfach: Büroartikel werden nicht mehr gekauft, sondern als Leihgabe vergeben. Nach der Verwendung werden die Produkte einfach wieder abgeholt. Anstatt „wertlose“ Produkte wegzuwerfen, werden sie in ein Rohmaterial zurückverwandelt, aus dem neue Artikel hergestellt werden. Die Tasse im Mülleimer wird zum Druckerpapier, zum Schreibblock oder einfach zu einer neuen Tasse. Mittlerweile hat Returnity drei zirkuläre Produkte im Angebot: Kaffeetassen, Druckerpapier und den neuen nachhaltigen Abfallbehälter Binc, auf den wir besonders stolz sind. Darüber hinaus sind wir ständig auf der Suche nach neuen Artikeln. Das ultimative Ziel? Ein Netzwerk, in dem zu 100 % zirkuläre Artikel verwendet werden.

Returnity als beratende Partei

Returnity bietet nicht nur Produkte in Form von Leihgaben an. Das Unternehmen tritt auch zunehmend als beratende Partei auf. Der gesamte Logistikprozess im Bereich Abfall wird dabei untersucht. Mit Hilfe eines schnellen Scans kann Returnity selbstständig feststellen, welche Restströme sich in einem Unternehmen bewegen. Wie werden diese getrennt? Wie ist die Logistik organisiert? Welche Parteien sind involviert und welche Rolle spielen sie? Returnity stellt die Verbindung zwischen Reinigung und Abfall her, berät aber auch bei der Reduzierung von Abfall. Daneben setzt Returnity Abfall-Coaches ein. Die Coaches erstellen Berichte und tragen dazu bei, Abfallströme zu reduzieren.

In der Praxis: DCMR

2016 machte sich Returnity bei DCMR (Umweltorganisation Rijnmond) an die Arbeit, um den Anteil an Restmüll zu reduzieren. Zu Beginn war DCMR zu ungefähr 80 % abfallfrei. Ziel war es, diesen Anteil an Restmüll innerhalb eines Jahres von 20 % auf 10 % zu reduzieren. Ein Jahr später war DCMR zu 94 % abfallfrei. Das Ziel wurde bereits nach drei Monaten harter Arbeit realisiert.

Beim zirkulären Abfallmanagement ist an mehr als nur Pappbecher oder Papier zu denken. Einer unserer Partner stellte für DCMR Wochenendtaschen aus alter Arbeitskleidung her, die jetzt als Werbegeschenk angeboten werden. Ein anderes Beispiel ist der Flughafen Schiphol, wo Kartenhalter aus recyceltem Kunststoff von DCMR eingesetzt werden. Selbst wenn ein Produkt nicht in ein Rohmaterial zurückverwandelt wird, kann es zirkulär verarbeitet werden. Die alten DCMR-Abfallbehälter fanden bei den Mitarbeitern zu Hause einen neuen Verwendungszweck. Nachdem die Behälter ersetzt wurden, durften die Mitarbeiter die alten kostenlos mitnehmen, eine Gelegenheit, von der die Mitarbeiter nur allzu gerne Gebrauch machten.

Auf diese Weise wird sehr effektiv an einer Lösung für das Abfallproblem gearbeitet. 94% der Abfallströme werden wieder als Rohstoff angeboten und wiederverwendet. Neben dem positiven Effekt auf die Umwelt ist die Lösung auch äußerst kostengünstig. Die Kosten für die Abfallverarbeitung wurden um rund die Hälfte gesenkt.

Unsere SDGs

SDG 3: Good health and wellbeing SDG 8: Decent work and economic growth SDG 12: Responsible consumption and production SDG 13: Climate action SDG 17: Partnerships for the goals

Frank Dobbelsteijn

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