Initiativ

UniK: Jeder verdient einen Platz in der Gesellschaft

Jeder hat einen Platz in der Gesellschaft verdient. Deshalb gibt es UniK. UniK bietet auf dieser Grundlage eine maßgeschneiderte Unterstützung für benachteiligte Menschen, in deren Mittelpunkt Chancen und Talente stehen. Die 350 Kunden von UniK arbeiten in den Bereichen Reinigung, Landschaftsgestaltung, Gastgewerbe und Pflege. UniK wurde 2015 von Assist (einer Tochtergesellschaft von Vebego) und Dichterbij (einer Stiftung für Bildung, Arbeit und Partizipation) gegründet und hat sich in wenigen Jahren zu einem herausragenden und innovativen Akteur im sozialen Bereich entwickelt. UniK entscheidet sich bewusst dafür, Zielgruppen zu kombinieren und im Rahmen der Tagesbetreuung in einem regulären Rahmen einzusetzen, ohne diesen einen Stempel aufzudrücken.

Dabei bietet UniK eine möglichst reguläre Unterstützung, wobei weitestgehend vorhandene Einrichtungen genutzt werden. Die Zusammenarbeit mit Partnern beruht immer auf einer gemeinsamen Vision. UniK finanziert die Unterstützung mit dem Budget, das die Kommunen zur Verfügung stellen. Die extramurale Orientierung – UniK ist nicht an eigene Standorte gebunden – trägt zur Unterscheidungskraft bei.

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„Bei UniK glauben wir nicht an die Beschränkungen der Menschen, sondern an ihre Fähigkeiten und Talente. Deshalb bieten unsere Fachkräfte keine Pflege, sondern maßgeschneiderte Unterstützung. Schließlich verdient jeder einen Platz in der Gesellschaft, oder?“ Dies sind Worte, die UniK, deren Miteigentümer die Vebego-Tochter Assist Zorg ist, in die Praxis umsetzt, indem es Menschen mit einer geistigen oder verhaltensbedingten Behinderung die Möglichkeit bietet, eine Tätigkeit auszuüben, die von Bedeutung ist. Bei einem regulären Arbeitgeber als vollwertiger Arbeitnehmer. Was zu einer enormen Steigerung des „Selbstwertgefühls“ beiträgt.

Arbeiten im Gesundheitswesen. Es war von klein auf an Evas* Traum. Jetzt lebt sie diesen Traum in einer Pflegegruppe, in der sie für UniK arbeitet. Evas geistige Behinderung spielt für ihre Kollegen und die Bewohner der Pflegegruppe keine Rolle. Denn sie entlastet die regulären Pflegekräfte, indem sie ihnen eine Menge Arbeit abnimmt. Tag für Tag gibt Eva einer dementen Bewohnerin nicht nur zu essen, sondern schenkt ihr auch eine extra Portion Aufmerksamkeit. Die Familie der an Alzheimer erkrankten Dame ist sehr glücklich darüber. Genau wie die Pflegemitarbeiter. Am glücklichsten aber ist Eva selbst. Sie hat ihren Traumjob. Sie leistet einen Beitrag. Und das macht den Unterschied ...

Evas Geschichte ist nur einer der vielen großen Erfolge von UniK, einer Organisation, die hilfsbedürftigen Menschen unter 18 (nach dem Jugendschutzgesetz) und über 18 (nach dem Sozialhilfegesetz) dabei hilft, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Rund 380 Spezialisten unterstützen etwa 1.700 Klienten in den Bereichen Leben und Arbeit, Lernen, Tagesaktivitäten in neuem Stil sowie Freizeit. UniK wurde 2015 als Joint Venture von Stiftung Dichterbij und Assist Zorg gegründet, um der Umstrukturierung des Gesetzes über soziale Unterstützung und der Kinder- und Jugendhilfe auf kommunaler Ebene (Dezentralisierung) zu begegnen. „Wir teilten die Ansicht von Dichterbij, dass es für diese Gruppe hilfsbedürftiger Menschen eine wichtige Rolle spielt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen", meint Yvonne Biemans, Geschäftsführerin bei Assist Zorg und bis vor kurzem Vorstandsmitglied bei UniK. „Sie können auf ihre eigene Art und Weise viel für andere bedeuten, wenn man sie am richtigen Ort mit der entsprechenden Betreuung – geschützt und doch offen – einsetzt. Darüber hinaus sehen wir, dass der frühzeitige Einsatz von Interventionen bereits bei Kindern ab einem Jahr der Entwicklung wirklich zugute kommt. Die Devise lautet: So normal wie möglich und nur dann spezialisiert, wenn nötig. Wir bei UniK glauben an eine Welt, in der jeder mitmacht und mithilft. Auch wenn jemand eine körperliche, geistige oder verhaltensbedingte Behinderung hat. Und das macht alle Beteiligten glücklich.“

Win-win
Von Bedeutung sein. Einen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Dies sind Begriffe, die oft im Zusammenhang mit UniK fallen. Dazu passt beispielsweise auch eine andere Tagesbeschäftigung als das Herstellen von Wäscheklammern oder Bemalen von Vogelhäuschen. „Wir betrachten die Tagesbeschäftigung als eine Form der Arbeit“, erklärt Biemans. „Aus unserer Sicht müssen die Tätigkeiten wertvoll sein. Deshalb arbeiten wir immer mit regulären Arbeitgebern zusammen und untersuchen dann gemeinsam, welche Art von Arbeit unsere Klienten verrichten können. In einer Pflegewohngruppe kann dies beispielsweise das Bereitstellen von Mahlzeiten oder die Beförderung von Patienten sein: Ein Bewohner wird beispielsweise von der Wohnstation zur Physiotherapie an einer anderen Stelle im Gebäude gebracht. Mit diesen Tätigkeiten, aber auch mit beispielsweise gemeinsam Kaffee trinken entlasten sie das reguläre Pflegepersonal, das dadurch weniger Arbeitsdruck verspürt. Und weil die UniK-Klienten von unseren eigenen Leuten betreut werden, braucht sich der Arbeitgeber um nichts weiter zu kümmern.“

Arbeitsgestütztes Lernen
Nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch im Garten- und Landschaftsbau oder beispielsweise in der Gastronomie trifft man auf Klienten von UniK. Auch hier gibt es die schönsten Geschichten zu entdecken. „Wir haben beispielsweise gemeinsam mit dem Blumen- und Pflanzenpark Kasteeltuinen Arcen und dem Berufsbildungsinstitut Gilde Opleidingen ein Projekt ins Leben gerufen, das hilfsbedürftigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Gelegenheit zur Entfaltung ihrer Talente bietet. Sie können sogar einen Berufsschulabschluss machen. Es geht also um viel mehr als nur Tagesaktivitäten. Wir nennen das daher auch ´Arbeitsgestütztes Lernen´. Stellen Sie sich doch einmal vor, welchen Impact es auf das Leben eines Menschen haben kann, einen wirklich wertvollen Abschluss zu erzielen!“

Niedrigere Schwelle
UniK vertritt die Auffassung, dass Inklusion nicht an das Alter gebunden ist. Das Gefühl, dazuzugehören und einen Beitrag leisten zu können, ist schon von Kindesbeinen an wichtig. Aus diesem Grund ist UniK eine Reihe von Partnerschaften mit Grundschulen eingegangen. Biemans: „Bei vielen Kindern mit einer Behinderung kann dies bereits im ersten Lebensjahr diagnostiziert werden. Der nächste Schritt ist dann oftmals: Sonderbetreuung im Kindesalter und schließlich Unterricht an einer Förderschule. Ein solches Kind verlässt jeden Morgen den eigenen Stadtteil oder gar den eigenen Wohnort in einem Kleinbus ... Gemeinsam mit einigen regulären Schulen haben wir die Möglichkeit geprüft, ob dort ein Platz für eine Sonderbetreuung zur Verfügung gestellt werden kann. Dann zählen diese Kinder wirklich zur Schule, und auch die Schwelle zum regulären Unterricht wird niedriger. `Anschluss finden`, natürlich mit Betreuung, ist zwar nicht für jedes Kind machbar, aber wir beobachten, dass mehr Kinder in den regulären Unterricht überwechseln. Auch hier ist allein schon das Gefühl, dass sie ´ganz normal´ mitmachen, Gold wert. Sie zählen mit.“

*Eva ist ein fiktiver Name.

Unsere SDGs

SDG 3: Good health and wellbeing SDG 10: Reduce inequality SDG 17: Partnerships for the goals

Yvonne Biemans

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