Initiativ

Wertvoller Abfall: der Ökosäulen-3D-Drucker

Eine Plastikflasche hat eine durchschnittliche Lebensdauer von kaum einem Tag. Man kauft eine Flasche Cola oder Wasser, trinkt den Inhalt auf und wirft diese Flasche dann weg. Und wenn Sie diese Plastikflasche nicht zu Abfall verarbeiten, sondern in einen Rohstoff verwandeln? Hago Next, Hago und Vebego Airport Services entwickelten die Ökosäule, um das Bewusstsein im Hinblick auf Einwegprodukte zu steigern. Die Ökosäule demonstriert den Menschen auf interaktive Weise, dass eine Plastikflasche kein Abfall ist, sondern ein wertvoller Rohstoff für ein nächstes Produkt.

 

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Schritt für Schritt zeigt die Ökosäule den Ablauf des Recyclingprozesses an. Der letzte Schritt im Recyclingprozess - die Herstellung eines neuen Produkts - wird vom 3D-Drucker der Ökosäule live demonstriert. Man steckt das Plastik auf der einen Seite hinein und auf der anderen Seite kommt ein Produkt heraus. Der Benutzer wählt aus, welches Produkt er aus dem Kunststoff herstellen möchte: eine Münze für den Einkaufswagen, eine Hülle für Ihr Telefon, ein Schmuckstück und vieles mehr.

Ein Stück Fortbildung
Bei der kürzlich verlängerten Kooperation zwischen der Universität Amsterdam (UvA) und Hago setzte man diese Innovation auf dem Roeterseiland Campus ein. Der 3D-Drucker der Ökosäule sollte bei den Studenten das Bewusstsein im Hinblick auf den Umfang des weggeworfenen Plastiks steigern. Begriffe wie Zirkularität und die Bedeutung von Rohstoffen erscheinen offensichtlich, wenn es um das Millennial Mindset geht, was jedoch in der Praxis nicht immer belegt wird. Der Ökosäule zahlt sich augenblicklich aus: Es wurden noch nie so viele PET-Flaschen eingesammelt wie in den vergangenen Wochen!

Ein direkter Beitrag
Der Drucker demonstriert nicht nur, was alles mit einer solchen Plastikflasche möglich ist, sondern beweist auch das enorme Vermögen von Hago, um als Partnerorganisation mitzudenken. Die Ökosäule leistet einen direkten Beitrag zur UvA, indem sie ein nachhaltiges Image stärkt und möglicherweise sogar die Kosten durch den Einsatz einer betriebsinternen Abfallaufbereitungsanlage senkt. Ganz im Sinne der ursprünglichen Ausschreibung, bei der die Teilnehmer aufgefordert wurden, anzugeben, welchen Beitrag sie zur Realisierung der Nachhaltigkeitsziele der Universität liefern können. Daraufhin präsentierte Hago die Öko-Säule, die zu dem Zeitpunkt schon in den Korridoren von Schiphol aufgestellt war, wo sie von Vebego Airport Services eingeführt wurde. Der Rest ist Geschichte.

Nur der Anfang
Die UvA ist nicht die Endstation: Verhaltensänderungen und Bewusstwerdung über Abfall und Zirkularität sind wesentlich für die gesamten Niederlande. Die Ergebnisse dieses Falls sind beeindruckend: Alle beteiligten Partner sind optimistisch, und es wurden, wie gesagt, noch nie so viele PET-Flaschen gesammelt. Daraus entstand auch die Idee, den 3D-Drucker der Ökosäule künftig auch anderen Bildungspartnern vorzustellen. Wir sind noch keineswegs am Ziel, wenn es um die Bewusstwerdung über Zirkularität geht, dies ist jedoch ein guter Anfang!

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