Warum wollen wir messen?

Wir möchten jede Veränderung, jeden Effekt und jede Form von Impact inventarisieren. Messen ist Wissen. Die Messung unseres Impacts ist ein wesentlicher Bestandteil des Vebego-Impact-Programms. Denn nur, wenn man weiß, was man erreicht hat, kann man erkennen, was noch verbesserungswürdig ist. Mit einer aussagekräftigen Impact-Messung kann das Management von Vebego und seiner Tochtergesellschaften den Impact verbessern und maximieren.

Daneben gibt es aber noch ein weiteres wichtiges Argument für die Messung von Impact: Wir finden es wichtig, Aussagen gegenüber anderen Beteiligten wie Investoren, Kunden, Behörden und Medien auch belegen zu können. Mit Impact-Daten kann man Menschen überzeugen, die eigene Marke stärken und sich von der Konkurrenz abheben. Gleichzeitig werden Risiken inventarisiert und schlagkräftige Instrumente geboten, Pressefragen auf der Grundlage von Fakten beantworten zu können. Skepsis und negative Veröffentlichungen können das Image eines Unternehmens stark beschädigen.

Darüber hinaus trägt die Impact-Messung zur Motivation der Mitarbeiter bei. Es inspiriert und motiviert, wenn sie sehen, dass sie etwas bewirken und die Welt ein bisschen besser wird. Nicht zuletzt kann ein gut informierter und begeisterter Mitarbeiter zunehmend als Botschafter auftreten.

„Es ist egal, warum man den Impact misst: für CSR-Richtlinien innerhalb eines Unternehmens oder eine Wohltätigkeitsorganisation. Die Herangehensweise und die Begründung dahinter sind die gleichen. Es ist für beide notwendig, denn wenn Sie es nicht tun, sind Sie wie ein Handelsunternehmen, das nicht weiß, wie viel Gewinn es bringt.“

Karen Maas,
Erasmus Universität Rotterdam


Welche Messmethoden verwendet Vebego?

Eine einheitliche Methodik zur Messung von Impact ist (noch) nicht verfügbar. Vebego folgt daher einem eigenen Kurs und hat in Zusammenarbeit mit dem Impact Center Erasmus eine eigene Methodik entwickelt. Anhand eines Schritt-für-Schritt-Plans haben wir den Impact von Vebego ermittelt, die wichtigsten Parteien ausfindig gemacht, die SDGs ausgewählt und schließlich die KPIs erstellt.

 

Die Impact-Matrix von Vebego

Vebego hat anhand der ausgewählten SDGs und der Stakeholder eine sogenannte Impact-Matrix erstellt. Dabei haben wir eine Reihe von KPIs festgelegt, für Programme wie Sinvolle Arbeit, Finanzielle Vitalität und die Vebego Foundation.

Wichtig ist, eine sorgfältige Entscheidung zu treffen. Anhand einer Reihe von Fragen haben wir festgelegt, wo wir zuerst unseren Impact messen wollen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Programmen, die bereits entwickelt waren oder aber erst kürzlich eingerichtet wurden und zu den Impact-Messungen passen.


KPIs: Ansatz

Bei den KPIs wird häufig von finanziellen KPIs ausgegangen, die einen Geldwert ausdrücken. Wir nennen dies Monetarisierung. Warum drücken wir KPIs so gerne in Geld aus? Effekte lassen sich leichter vergleichen, wenn man einen universellen Maßstab wie Geld verwendet. Auf diese Weise lassen sich Behauptungen im Hinblick auf eine Investition oder ein Vergleich mit anderen Programmen oder Aktivitäten besser begründen. Aktionäre haben dadurch beispielsweise die Möglichkeit, Entscheidungen abzuwägen und zu bestimmen, wo pro investiertem Euro der größte Impact erzielt wird.

In vielen Fällen ist es jedoch nicht relevant, Ergebnisse in Euro anzugeben. Es bietet keinen Mehrwert, sondern trübt stattdessen das Ergebnis durch die vielen Annahmen, die erforderlich sind, um zu einer Berechnung zu gelangen. Dies ist auch bei einer Reihe von Impact-Programmen von Vebego der Fall. Bei dem Projekt Sinnvolle Arbeit ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, eine finanzielle Komponente mit dem Projekt zu verknüpfen. Ein monetarisierender Ansatz kann von der Diskussion über den tatsächlichen Impact stark ablenken und Fragen aufwerfen, die von den tatsächlichen Auswirkungen und dem Wert eines Programms wegführen.

Daher hat sich Vebego bei der Entwicklung und Umsetzung des Impact-Programms entschieden, die Monetarisierung nicht als Ziel an sich zu betrachten, sondern sich auf die Umsetzung von Programmen in KPIs zu konzentrieren.

Diesen Artikel weiterempfehlen: